News der Abteilung Karate


Bewegter Stadtteil 2018
6. Januar 2019 - Janine Böhme

Ab in den Garten - beim Kulturpunkt Bruck und dem Bürgertreff Isar12 konnte ein viertel Jahr lang kostenfrei, unverbindlich und ohne Anmeldung unter professioneller Anleitung geübt werden. Das Training fand stets im Freien statt und ist dank des herausragenden Sommerwetters nie komplett ins Wasser gefallen. Zum ersten mal fand die von der Techniker Krankenkasse geförderte Aktion unter dem Titel „Der bewegte Stadtteil“ statt. Qigong, Yoga, Fitness und Gymnastik sowie Herz-Kreislauftraining waren im Programm, wobei Micha und Janine aus unserer Abteilung als ausgebildete Übungsleiter für Prävention mit an Bord waren. Dabei wurde natürlich auch das ein oder andere Element aus dem Bushin-Ryu Kempo Karate ins Training integriert und forderte die Teilnehmer koordinativ heraus. Im Vordergrund stand auf alle Fälle die Freunde an der Bewegung in der Gemeinschaft - gesundheitsorientiert und ohne Leistungsanspruch.

Für nächstes Jahr ist eine Neuauflage geplant, dann vielleicht sogar mit einem Selbstverteidigungs- oder Karate-Angebot für Kinder und Jugendliche - wir halten euch auf dem Laufenden.


Ab jetzt wird’s bunt
6. Januar 2019 - Janine Böhme

In der vorletzten Schulwoche wurde es für viele Kinder und Jugendliche in den Kempo-Gruppen nochmal spannend. Während des regulären Training und zum 4. Kinder- und Jugendlehrgang am 21. Juli schauten Trainerin Janine Böhme und Ausbildungsleiter Michael Denk nochmal genauer hin und prüften den aktuellen Entwicklungsstand. 16 Teilnehmer konnten zum Ende des Trainings ihre erste Graduierungsurkunde zum 10. Kyu (Schülergrad) entgegennehmen. Außerdem gelang den ersten Schülern der Sprung zu den Jugendfarbgurten - mit einer sehr überzeugenden Leistung qualifizierten sich drei von ihnen für den weiß-rot-weißen Gürtel und die ersten beiden sogar für weiß-gelb-weiß. Für letzteren mussten sie während des dreistündigen Lehrgangs in Erlangen nicht nur zeigen, dass sie die ersten Kata als Form beherrschten, sondern auch deren Anwendung für die Selbstverteidigung demonstrieren und sich in mehreren Übungskämpfen beweisen.

Damit hat ein Großteil der Kinder und Jugendlichen im letzten Jahr erfolgreich die erste Hürde genommen und den 10. Kyu erreicht, mit dem Recht, den weißen Gürtel mit rotem Querstreifen am Gürtelende zu tragen. Ab jetzt wird es entsprechend zunehmend bunter werden, wenn mehr und mehr von ihnen in den Farbgurtbereich vordringen. Die Älteren ab 14 Jahren werden sogar in das reguläre Erwachsenenprogramm einsteigen und sich auf den Rotgurt vorbereiten, die erste Stufe im Element Feuer.

Auch das ist eine Besonderheit im Bushin-Ryu Kempo Karate: die einzelnen Stufen sind den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde zugeordnet, deren Eigenschaften und Möglichkeiten jeweils intensiv erarbeitet werden. Dadurch werden unterschiedliche Qualitäten entwickelt und Substanz im Umgang mit verschiedenen Distanzen und Kampftypen erlangt. Bis dann die ersten alle vier Elemente erfolgreich durchlaufen haben und ihren Schwarzgurt erhalten, werden noch ein paar Jahre vergehen, doch die bisher gezeigte Entwicklung lässt Vorfreude aufkommen.

Jetzt geht es für die Jugend erst einmal in die Sommerpause, bevor im neuen Schuljahr das Karate-Training für „Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz“ wieder beginnt.


Mit Strategie, Intuition und Kreativität zum Sieg
5. Januar 2019 - Janine Böhme

Sportler zeigten im Karate-Gi und am Go-Brett ihr Können - FSV Sommerfest 2018

Am Samstag, den 14. Juli trafen sich beim Sommerfest des FSV Erlangen-Bruck e.V. die Go-Spieler der Region und solche, die es noch werden wollten, zum 1. Erlanger Go-Einsteigerturnier. Unter den Teilnehmern waren auch 8 Übende aus unserer Karate-Abteilung, die Go bereits kannten oder vor Ort lernten. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein AdYouKi Go. In 30 spannenden Partien steckten sich die Spieler eigene Gebiete ab, verteidigten diese und erkämpften sich Punkte für die Gesamtwertung. Dabei wurde es zum Schluss mit 15 zu 14 Punkten zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten nochmal richtig knapp. Am Ende siegte Camilo Bauer vor Elling Ballmann und Alissa Dubnov. Die jeweils letzten Partien des Tages sorgten dann auch noch dafür, dass mit Oskar Oeling, Qisen und Meng Wang gleich drei Spieler auf Platz 4 landeten. Zusammen mit Michael Schulz, der als bester Neueinsteiger das Spiel erst vor Ort gelernt hatte, konnten sich alle über tolle Preise freuen, die vom Cinestar (Erlangen), den Blockhelden (Dechsendorf), Werkers Welt (Hemhofen), dem Creativhotel Luise (Erlangen) und dem Hebsacker Verlag zur Verfügung gestellt wurden. Der AdYouKi Go e.V. bedankt sich hierfür herzlich bei den Unterstützern, die dies ermöglicht haben.

Der Ostasiennachmittag bot neben der Go-Einführung und dem Einsteigerturnier aber noch einiges mehr. Während der gesamten Zeit konnten sich die Besucher unter Anleitung von Fu Oehling in chinesischer Kalligrafie probieren und mit Veronika Ludwig beim Origami, der chinesischen Papierfaltkunst, ganz ohne Leim und Schere tolle Kunstwerke schaffen. Wem nach etwas mehr Bewegung zumute war, der kam beim Frisbee-Go auf seine Kosten.

Passend zum Thema Ostasien hatte sich in der Mittagspause bereits unsere Karate-Abteilung mit einer Vorführung präsentiert. Unterstützt wurden wir dabei noch von Übenden aus der SpVgg Zeckern und gemeinsam zeigten wir von Kata (Formen), über Anwendungen für die Selbstverteidigung und Embus (abgesprochene Kämpfe) bis hin zu freien Übungskämpfen die Vielfalt des im FSV geübten Karate. Dabei wurde spielerisch von den Kindern und kämpferisch durch die Erwachsenen demonstriert, welche unterschiedlichen Strategien es bei den Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde im Umgang mit Angriffssituationen gibt. Interessierte waren dazu eingeladen, im Rahmen der Wochen des offenen VereinsSports in das Training der Abteilung reinzuschnuppern.


Das etwas andere Karate
4. Januar 2019 - Janine Böhme

Auszug aus der Pressemitteilung vom 10. Juli 2018:

Der Juni war ein sportlich erfolgreicher Monat für die beiden Karatekas aus Erlangen. Dennis Knebel startete am 9. Juni beim traditionsreichen Funakoshi Cup in Lauf, der knapp 200 Starter aus ganz Deutschland anzog. Dort konnte er sich in den Vorrundenkämpfen der Leistungsklasse behaupten und sich schließlich im Finale mit der Kata (Form) Unsu Gold sichern.

In Chemnitz gelang dann am 23. Juni Janine Böhme die Titelverteidigung beim Deutschen JKF Goju Kai Cup. Sie startete ebenfalls in der Kategorie Kata, Leistungsklasse und errang mit einer deutlichen Führung den ersten Platz in der Vorrunde. Der Finaleinzug war damit gesichert und dort ließ sie mit einer stark ausgeführten Suparinpai, der höchsten Kata im Goju-Ryu, nichts mehr anbrennen. Sie setzte sich erneut gegen die Vizemeisterin vom letzten Jahr durch und holte sich so den vierten Deutschen Meistertitel ihrer Karriere.


Wenn die beiden Schwarzgurte ins Training bei Sensei Michael Denk in Erlangen gehen, ziehen sie nicht den gewohnten weißen, sondern einen schwarzen Karate-Anzug an. Die Farbe ist dabei nicht das einzige Besondere an der Stilrichtung Bushin-Ryu Kempo – in welcher Dennis und Janine die ersten Jahre nur gelegentlich und mit ihrem Zuzug nach Mittelfranken jetzt regelmäßig trainieren. „Ich trainiere Kempo, weil im Training all die Facetten geübt werden, die zwar in den meisten anderen Stilrichtungen und Kampfkünsten auch enthalten sind, aber dort nicht umgesetzt werden. So ist es eine gute Ergänzung“, erklärt Dennis, der bereits den 3. Dan in der Karate-Stilrichtung Shotokan hat. „Daraus ergibt sich die Besonderheit, dass man im Kempo wertvolle Aspekte finden kann - unabhängig davon, ob man eine Kampfkunstvorgeschichte hat und in welcher Kampfkunst. Dies wird ja auch in unserer Trainingsgruppe deutlich.“

Neben kompletten Neulingen üben in der Stammgruppe im Roncalli-Stift viele, die Vorerfahrungen aus anderen Kampfkünsten und Stilrichtungen mitbringen. Peter Kern trainierte ursprünglich Kick- und Thaiboxen, bevor er vor acht Jahren zum Kempo-Karate kam. Seitdem hat er sehr viel dazu gelernt - nicht nur was die körperlich technischen Aspekte betrifft, sondern auch für die Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit. „Über seinen eigenen Schatten zu springen, den inneren Schweinehund zu besiegen, sind nur einige Aspekte davon. Bushin-Ryu Kempo darf sich aus meiner Sicht zu Recht als eine Kampf-Kunst zählen.“

 

Für Janine stehen neben dem Kämpferischen vor allem die Möglichkeiten zur individuellen persönlichen Förderung im Vordergrund. Sie war im letzten Jahr ehrenamtlich in über 50 Schulklassen mit insgesamt mehr als 1.000 Kindern und Jugendlichen unterwegs und hat den Schülern das Thema „Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz“ nähergebracht. In den Einführungsstunden konnten die Teilnehmer entdecken, dass sie im Konfliktfall viel mehr Möglichkeiten haben, als nur zurückschlagen oder wegrennen. „Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Beide zeigen das individuelle Potential zur persönlichen Weiterentwicklung auf. Dieses greifen wir im Kempo mit persönlichen Zielvorgaben auf und schaffen mit Hilfe der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde auch eine Übertragbarkeit auf andere Lebensbereiche“, so die 28-Jährige. Mit dem 2. Dan im JKF Goju Kai sowie mehreren Lizenzen im Bereich Gesundheitssport bringt sie vielseitige Kompetenzen mit, die ihren Schülern zu gute kommen. Dabei unterrichtet sie von Grundschülern bis hin zu Senioren in allen Altersklassen. So zum Beispiel auch Peter Gebhardt, der Kempo für sich als Nachfolge zur Reha sieht: „Nach meiner schweren Herz-OP rieten mir alle Ärzte zu mehr Bewegung, aber die üblichen Angebote zum 'Medizinballweitwerfen' sagten mir nicht zu. Glücklicherweise stieß ich beim Suchen im Internet auf das Kempo-Karate. Heute bin ich ein halbes Jahr dabei, habe höchstqualifizierte Trainer, die auf mich aufpassen, spüre erhebliche Fortschritte und freue mich darauf, wie es weitergeht.“

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Überlegungen und Eindrücke zu einem Karate-Event der etwas anderen Art - "Innere Aspekte" 2018
3. Januar 2019 - Janine Böhme

Innere Aspekte“ als Seminar der Karate-Abteilung? Was ist das denn?! Keine Schläge, Tritte, Hebel oder Würfe? Als Teilnehmerin bereits zweier Selbstverteidigungskurse, die die Karate-Abteilung des FSV immer wieder auch gerade für Interessenten ohne Kampfkunsterfahrung anbietet, war ich natürlich ausgesprochen neugierig, was sich dahinter verbergen würde. Erfahrungsgemäß etwas, das es sonst so nirgends gibt. Also schnell mal Professor Google gefragt: Aspekte = einzelne Gesichtspunkte bei der Betrachtung, Auswertung oder Analyse komplexerer Sachverhalte. Mh, das hat mir jetzt nicht wirklich weitergeholfen.

Nächster Versuch: Sensei Micha Denk einfach mal direkt fragen, was es mit der Veranstaltung auf sich hat. Der wird´s ja wissen, der organisiert das Seminar ja nicht das erste Mal… Also beim nächsten Training flugs Erkundigungen eingezogen. Aha! Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Es heißt, das Essen sei suuuper da. Großartige Unterkunft im Kloster mit Aussicht auf die sensationelle Landschaft am Staffelberg. Mehr muss ich gar nicht wissen!!! Sofort zugesagt, bevor der letzte der wenigen Plätze vergriffen ist!

 

Also gut, ich geb´s zu. Nachdem sich die erste Begeisterung über diesen Sechser-im-Lotto gelegt hatte, habe ich auch noch die Ausschreibung gelesen:

Leichte körperliche Arbeit im Garten für die Einrichtung (Samu), Kraft tanken, Energiearbeit, Gespräche über Leben und Tod, Innenschau (Chaotische Selbstexploration) und Reflektion, Muster überschreiten, einfache Übungen für Körper und Geist, Kirschenernte, Staffelberg, Zen („Der Eremit“). Selbstverständlich ist der Lehrgang auch für nicht-Kampfkunst-Übende und nicht-Karateka geeignet.

 

Bis Fronleichnam war ich dann auch ausreichend auf diese Auszeit-vom-Alltag-der-etwas-anderen-Art eingegroovt. Die Debatten mit meinem sozialen Umfeld (Was?! Du gehst ins Kloster??!!) waren zu Ende geführt, und ich war bereit, mich auf das Abenteuer „Innere Aspekte“ einzulassen.

 

Die Anreise erfolgte, wie immer in der Karate-Abteilung, ressourcenschonend und gemeinschaftsfördernd in Fahrgemeinschaften. Die schmucken Einzelzimmer, die reizenden Franziskusschwestern und die friedliche klösterliche Stimmung trugen – ebenso wie das suuuper Essen – das Ihre dazu bei, dem Seminar passenden Rahmen und Stimmung zu verleihen. Bemerkenswert war für mich die Maßgabe, sowohl bei den gemeinsamen Mahlzeiten als auch beim Arbeiten auf den Feldern der Ordensschwestern zu schweigen. Im Alltag höre ich beinahe ununterbrochen Fremde plappern, Kinder fordern, Kollegen lamentieren. Die Stille bei so elementaren Verrichtungen wie Essen und Arbeit wirkten deshalb für mich nicht nur wohltuend, sondern ermöglichten es mir auch, sonst stets präsente Gedanken (Einkäufe! Termine! Rechnungen!) einfach vorbeiziehen zu lassen und mich auf die, klar: Inneren Aspekte zu konzentrieren. Das morgendliche und abendliche ZEN-Sitzen war dabei natürlich auch hilfreich. Naja, wäre es vielleicht gewesen, wenn mir rebellierende Muskeln und spontan einsetzende tödliche Müdigkeit keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätten…

 

Die „leichte körperliche Arbeit im Garten für die Einrichtung“ gestaltete sich, trotz offener Blasen an den Händen nach einer gefühlten halben Stunde, überraschend erfreulich (Gedanke bei Anreise: „Hab´ ich wohl im eigenen Garten nicht genug zu tun?“, Gedanke bei Abreise: „So könnte jeder Tag sein!“). Am Sonntag - aufgrund des bevorstehenden Abschieds von in der kurzen Zeit liebgewonnenen Orten und Menschen war die Stimmung bei mir bereits etwas wehmütig - fand die Fronleichnams-Prozession statt. Als dann Möge die Straße uns zusammenführen angestimmt wurde, war für mich der emotionale Höhepunkt des Seminars erreicht, und die Karate-Veranstaltung-der-etwas-anderen-Art konnte als rundum gelungen für mich zu Ende gehen.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie bereits die Ausschreibung erahnen ließ, hat sich der Lehrgang auch für mich als (noch-) „nicht-Karateka“ als geeignet erwiesen. Mehr noch: einen Selbstverteidigungskurs später fiel die Entscheidung nicht mehr allzu schwer, dem FSV und der Abteilung Karate als ordentliches Mitglied beizutreten. In diesem Sinne eine ausdrückliche Ermunterung an alle Interessierten und Unentschlossenen, sich zu einem Probetraining oder einer der zahlreichen anderen Veranstaltungen der Karate-Abteilung einzufinden.

Verena Ryssel


Karate-Schnuppertag am 23. April
12. April 2018 - Janine Böhme

Am 23. April bietet die Karate-Abteilung einen Schnuppertag für alle Altersklassen an:

  • 16 - 17 Uhr        Schnuppertraining für Grundschüler
  • 17 - 18 Uhr        Schnuppertraining der Jugend (10+ Jahre)
  • 18:30 - 20 Uhr   Schnuppertraining Erwachsene und Junioren (15+ Jahre)

Schwerpunkte sind effektive Selbstverteidigung, Selbstbehauptung, gesundheitsorietierte Bewegung, sportmotorische Entwicklung und individuelle Förderung. Das Training wird von Janine Böhme (Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionstrainerin DKV, IST-Diplom Sport- und Fitnesstraining) geleitet. Trainiert wird in kleinen Gruppen - die Platzzahl ist begrenzt, Voranmeldung unbedingt erforderlich!

Weitere Infos und Anmeldung über www.ffl-training.com/ und unter 0175 23 82 961. Das Training findet in der Mehrzweckhalle des FSV statt. Bitte Hallenturnschuhe und etwas zu trinken mitbringen.