News der Abteilung Karate


Das etwas andere Karate
4. Januar 2019 - Janine Böhme

Auszug aus der Pressemitteilung vom 10. Juli 2018:

Der Juni war ein sportlich erfolgreicher Monat für die beiden Karatekas aus Erlangen. Dennis Knebel startete am 9. Juni beim traditionsreichen Funakoshi Cup in Lauf, der knapp 200 Starter aus ganz Deutschland anzog. Dort konnte er sich in den Vorrundenkämpfen der Leistungsklasse behaupten und sich schließlich im Finale mit der Kata (Form) Unsu Gold sichern.

In Chemnitz gelang dann am 23. Juni Janine Böhme die Titelverteidigung beim Deutschen JKF Goju Kai Cup. Sie startete ebenfalls in der Kategorie Kata, Leistungsklasse und errang mit einer deutlichen Führung den ersten Platz in der Vorrunde. Der Finaleinzug war damit gesichert und dort ließ sie mit einer stark ausgeführten Suparinpai, der höchsten Kata im Goju-Ryu, nichts mehr anbrennen. Sie setzte sich erneut gegen die Vizemeisterin vom letzten Jahr durch und holte sich so den vierten Deutschen Meistertitel ihrer Karriere.


Wenn die beiden Schwarzgurte ins Training bei Sensei Michael Denk in Erlangen gehen, ziehen sie nicht den gewohnten weißen, sondern einen schwarzen Karate-Anzug an. Die Farbe ist dabei nicht das einzige Besondere an der Stilrichtung Bushin-Ryu Kempo – in welcher Dennis und Janine die ersten Jahre nur gelegentlich und mit ihrem Zuzug nach Mittelfranken jetzt regelmäßig trainieren. „Ich trainiere Kempo, weil im Training all die Facetten geübt werden, die zwar in den meisten anderen Stilrichtungen und Kampfkünsten auch enthalten sind, aber dort nicht umgesetzt werden. So ist es eine gute Ergänzung“, erklärt Dennis, der bereits den 3. Dan in der Karate-Stilrichtung Shotokan hat. „Daraus ergibt sich die Besonderheit, dass man im Kempo wertvolle Aspekte finden kann - unabhängig davon, ob man eine Kampfkunstvorgeschichte hat und in welcher Kampfkunst. Dies wird ja auch in unserer Trainingsgruppe deutlich.“

Neben kompletten Neulingen üben in der Stammgruppe im Roncalli-Stift viele, die Vorerfahrungen aus anderen Kampfkünsten und Stilrichtungen mitbringen. Peter Kern trainierte ursprünglich Kick- und Thaiboxen, bevor er vor acht Jahren zum Kempo-Karate kam. Seitdem hat er sehr viel dazu gelernt - nicht nur was die körperlich technischen Aspekte betrifft, sondern auch für die Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit. „Über seinen eigenen Schatten zu springen, den inneren Schweinehund zu besiegen, sind nur einige Aspekte davon. Bushin-Ryu Kempo darf sich aus meiner Sicht zu Recht als eine Kampf-Kunst zählen.“

 

Für Janine stehen neben dem Kämpferischen vor allem die Möglichkeiten zur individuellen persönlichen Förderung im Vordergrund. Sie war im letzten Jahr ehrenamtlich in über 50 Schulklassen mit insgesamt mehr als 1.000 Kindern und Jugendlichen unterwegs und hat den Schülern das Thema „Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz“ nähergebracht. In den Einführungsstunden konnten die Teilnehmer entdecken, dass sie im Konfliktfall viel mehr Möglichkeiten haben, als nur zurückschlagen oder wegrennen. „Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Beide zeigen das individuelle Potential zur persönlichen Weiterentwicklung auf. Dieses greifen wir im Kempo mit persönlichen Zielvorgaben auf und schaffen mit Hilfe der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde auch eine Übertragbarkeit auf andere Lebensbereiche“, so die 28-Jährige. Mit dem 2. Dan im JKF Goju Kai sowie mehreren Lizenzen im Bereich Gesundheitssport bringt sie vielseitige Kompetenzen mit, die ihren Schülern zu gute kommen. Dabei unterrichtet sie von Grundschülern bis hin zu Senioren in allen Altersklassen. So zum Beispiel auch Peter Gebhardt, der Kempo für sich als Nachfolge zur Reha sieht: „Nach meiner schweren Herz-OP rieten mir alle Ärzte zu mehr Bewegung, aber die üblichen Angebote zum 'Medizinballweitwerfen' sagten mir nicht zu. Glücklicherweise stieß ich beim Suchen im Internet auf das Kempo-Karate. Heute bin ich ein halbes Jahr dabei, habe höchstqualifizierte Trainer, die auf mich aufpassen, spüre erhebliche Fortschritte und freue mich darauf, wie es weitergeht.“

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Überlegungen und Eindrücke zu einem Karate-Event der etwas anderen Art - "Innere Aspekte" 2018
3. Januar 2019 - Janine Böhme

Innere Aspekte“ als Seminar der Karate-Abteilung? Was ist das denn?! Keine Schläge, Tritte, Hebel oder Würfe? Als Teilnehmerin bereits zweier Selbstverteidigungskurse, die die Karate-Abteilung des FSV immer wieder auch gerade für Interessenten ohne Kampfkunsterfahrung anbietet, war ich natürlich ausgesprochen neugierig, was sich dahinter verbergen würde. Erfahrungsgemäß etwas, das es sonst so nirgends gibt. Also schnell mal Professor Google gefragt: Aspekte = einzelne Gesichtspunkte bei der Betrachtung, Auswertung oder Analyse komplexerer Sachverhalte. Mh, das hat mir jetzt nicht wirklich weitergeholfen.

Nächster Versuch: Sensei Micha Denk einfach mal direkt fragen, was es mit der Veranstaltung auf sich hat. Der wird´s ja wissen, der organisiert das Seminar ja nicht das erste Mal… Also beim nächsten Training flugs Erkundigungen eingezogen. Aha! Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Es heißt, das Essen sei suuuper da. Großartige Unterkunft im Kloster mit Aussicht auf die sensationelle Landschaft am Staffelberg. Mehr muss ich gar nicht wissen!!! Sofort zugesagt, bevor der letzte der wenigen Plätze vergriffen ist!

 

Also gut, ich geb´s zu. Nachdem sich die erste Begeisterung über diesen Sechser-im-Lotto gelegt hatte, habe ich auch noch die Ausschreibung gelesen:

Leichte körperliche Arbeit im Garten für die Einrichtung (Samu), Kraft tanken, Energiearbeit, Gespräche über Leben und Tod, Innenschau (Chaotische Selbstexploration) und Reflektion, Muster überschreiten, einfache Übungen für Körper und Geist, Kirschenernte, Staffelberg, Zen („Der Eremit“). Selbstverständlich ist der Lehrgang auch für nicht-Kampfkunst-Übende und nicht-Karateka geeignet.

 

Bis Fronleichnam war ich dann auch ausreichend auf diese Auszeit-vom-Alltag-der-etwas-anderen-Art eingegroovt. Die Debatten mit meinem sozialen Umfeld (Was?! Du gehst ins Kloster??!!) waren zu Ende geführt, und ich war bereit, mich auf das Abenteuer „Innere Aspekte“ einzulassen.

 

Die Anreise erfolgte, wie immer in der Karate-Abteilung, ressourcenschonend und gemeinschaftsfördernd in Fahrgemeinschaften. Die schmucken Einzelzimmer, die reizenden Franziskusschwestern und die friedliche klösterliche Stimmung trugen – ebenso wie das suuuper Essen – das Ihre dazu bei, dem Seminar passenden Rahmen und Stimmung zu verleihen. Bemerkenswert war für mich die Maßgabe, sowohl bei den gemeinsamen Mahlzeiten als auch beim Arbeiten auf den Feldern der Ordensschwestern zu schweigen. Im Alltag höre ich beinahe ununterbrochen Fremde plappern, Kinder fordern, Kollegen lamentieren. Die Stille bei so elementaren Verrichtungen wie Essen und Arbeit wirkten deshalb für mich nicht nur wohltuend, sondern ermöglichten es mir auch, sonst stets präsente Gedanken (Einkäufe! Termine! Rechnungen!) einfach vorbeiziehen zu lassen und mich auf die, klar: Inneren Aspekte zu konzentrieren. Das morgendliche und abendliche ZEN-Sitzen war dabei natürlich auch hilfreich. Naja, wäre es vielleicht gewesen, wenn mir rebellierende Muskeln und spontan einsetzende tödliche Müdigkeit keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätten…

 

Die „leichte körperliche Arbeit im Garten für die Einrichtung“ gestaltete sich, trotz offener Blasen an den Händen nach einer gefühlten halben Stunde, überraschend erfreulich (Gedanke bei Anreise: „Hab´ ich wohl im eigenen Garten nicht genug zu tun?“, Gedanke bei Abreise: „So könnte jeder Tag sein!“). Am Sonntag - aufgrund des bevorstehenden Abschieds von in der kurzen Zeit liebgewonnenen Orten und Menschen war die Stimmung bei mir bereits etwas wehmütig - fand die Fronleichnams-Prozession statt. Als dann Möge die Straße uns zusammenführen angestimmt wurde, war für mich der emotionale Höhepunkt des Seminars erreicht, und die Karate-Veranstaltung-der-etwas-anderen-Art konnte als rundum gelungen für mich zu Ende gehen.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie bereits die Ausschreibung erahnen ließ, hat sich der Lehrgang auch für mich als (noch-) „nicht-Karateka“ als geeignet erwiesen. Mehr noch: einen Selbstverteidigungskurs später fiel die Entscheidung nicht mehr allzu schwer, dem FSV und der Abteilung Karate als ordentliches Mitglied beizutreten. In diesem Sinne eine ausdrückliche Ermunterung an alle Interessierten und Unentschlossenen, sich zu einem Probetraining oder einer der zahlreichen anderen Veranstaltungen der Karate-Abteilung einzufinden.

Verena Ryssel


Karate-Schnuppertag am 23. April
12. April 2018 - Janine Böhme

Am 23. April bietet die Karate-Abteilung einen Schnuppertag für alle Altersklassen an:

  • 16 - 17 Uhr        Schnuppertraining für Grundschüler
  • 17 - 18 Uhr        Schnuppertraining der Jugend (10+ Jahre)
  • 18:30 - 20 Uhr   Schnuppertraining Erwachsene und Junioren (15+ Jahre)

Schwerpunkte sind effektive Selbstverteidigung, Selbstbehauptung, gesundheitsorietierte Bewegung, sportmotorische Entwicklung und individuelle Förderung. Das Training wird von Janine Böhme (Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionstrainerin DKV, IST-Diplom Sport- und Fitnesstraining) geleitet. Trainiert wird in kleinen Gruppen - die Platzzahl ist begrenzt, Voranmeldung unbedingt erforderlich!

Weitere Infos und Anmeldung über www.ffl-training.com/ und unter 0175 23 82 961. Das Training findet in der Mehrzweckhalle des FSV statt. Bitte Hallenturnschuhe und etwas zu trinken mitbringen.


3. Kempo-Jugendlehrgang
5. März 2018 - Janine Böhme

Feuer-Wasser-Zahl – spielerisch, mit großer Begeisterung und der Unterstützung der erwachsenen Kempokas übten 17 Kinder und Jugendliche aus sechs verschiedenen Gruppen am 3. Februar gemeinsam in der Turnhalle der Brucker Lache. Die Karate-Abteilung des FSV Erlangen-Bruck hatte zum 3. Kempo-Jugendlehrgang die Karateka aus den Schul- und Vereinsgruppen in Erlangen, Forchheim und Zeckern eingeladen.

Zwei Stunden lang wurde intensiv trainiert. Diesmal stand wieder die Kata 'Ku-no-kokyu' im Vordergrund sowie die verschiedenen Reaktionsweisen in den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde, die als kleine Rollenspiele geübt wurden. Dabei zeigten die Teilnehmer im Alter von 6 bis 14 Jahren einen Ausschnitt von dem, was sie in den vergangenen Monaten bereits gelernt hatten. Sechs von ihnen bekamen zum Ende des Lehrgangs im Kreise der Teilnehmer sowie der vielen Eltern, Großeltern und Geschwister, die als Zuschauer dabei gewesen waren, ihr Urkunde mit der Graduierung zum 10. Kyu von unserem Ausbildungsleiter Micha Denk überreicht. Herzlichen Glückwunsch!

Teilnehmer und Trainer des 3. Kempo-Jugendlehrgang

 


Einladung zum Tag der offenen Tür
20. Januar 2018 - Janine Böhme

1 Jahr Karate-Jugend 

- Wir laden ein zum Zuschauen und Schnuppern -

Im Februar 2017 kam das erste mal eine Kindergruppe beim FSV Erlangen-Bruck zusammen, um Karate zu trainieren. Zum ersten Geburtstag laden wir zum Tag der offenen Tür am Montag, den 5. Februar 2018, ab 16 Uhr ein. Es kann zugeschaut und mit trainiert werden:

16:00 - 17:00 Uhr  |  offenes Training der Kindergruppe (6-10 Jahre)
17:00 - 18:00 Uhr  |  offenes Training der Jugendgruppe (10-14 Jahre)

ab 18:15 Uhr (geändert!)  |  Schnuppertraining für Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren

 

Wir freuen uns auf Euer Kommen!


Karate-Einsteigerkurse ab Januar 2018
17. Januar 2018 - Janine Böhme

Die Kurse richten sich an alle, die erstmal für einen begrenzten Zeitraum testen möchten, ob das bei uns als Kampfkunst gelehrte Karate etwas für sie ist. Im Bushin-Ryu Kempo Karate steht die individuelle Förderung des Einzelnen innerhalb der Gruppe anhand von persönlichen Zielvorgaben und der 5-Elemente-Lehre im Vordergrund. Schwerpunkte sind dabei im Kinder- und Jugendtraining Koordination, Freude an Bewegung, Selbstbehauptung und Selbstschutz sowie Konzentration und ein achtsames Miteinander. Bei der Erwachsenen geht es vorrangig um vielseitige und gesundheitsorientierte Bewegung, Selbstverteidigung und das Überschreiten von Mustern.

Voranmeldung dringend erforderlich!
(Kontakt: 0175 23 82 961, ffl.training.jb@gmail.com)

 

  Kinder
(ab 6 Jahren)
Jugend
(ab 10 Jahren)
Junioren
(ab 14 Jahren)
Erwachsene
(16 bis 60++ Jahre)

Kursdauer

8 x 60 min 8 x 60 min 8 x 90 min

flexibel gestaltbar,
bis zu 4 x 90 min pro Monat

Kurszeitraum

22.01. - 19.03.18

22.01. - 19.03.18

23.02. - 27.04.18

29.01. - 25.06.18
Trainingszeit montags, 16-17 Uhr montags, 17-18 Uhr freitags, 17:30 - 19:00 Uhr montags, 18:30 - 20:00 Uhr
Kursgebühr 50,- € 50,- € 60,- € 10,- € / Abend, max. 30,- € / Monat
Kursgröße max. 12 TN max. 12 TN max. 12 TN max. 16 TN

Kursort

Mehrzweckhalle, FSV Erlangen-Bruck e.V., Tennenloher Straße 68, 91058 Erlangen
Bitte Sportkleidung, Hallenturnschuhe und etwas zu Trinken mitbringen.
Kursleitung
 
Janine Böhme (Karate seit 2002, Trainer-B für Selbstverteidigung und Gewaltprävention (DKV), Übungsleiter-B Prävention (DOSB), Diplom Sport- und Fitnesstrainer (IST), Personal Trainer (A-Lizenz, IST))